Seit Jahren werden immer wieder Volksinitiativen lanciert, deren Stossrichtungen die Bundesverfassung verletzen. Das ist eine ungute Entwicklung. Im Frühling 2018 haben wir mit dem Aufbau unserer Bewegung begonnen. Jetzt wagen wir den Schritt an die Öffentlichkeit.

Courage Civil ist noch wie ein Pflänzchen, das regelmässig Wasser und viel Pflege braucht, um zu gedeihen. Ein gewichtiger Faktor: Der Verein «Nein zum Sendeschluss», der 2017/2018 gegen die No-Billag-Initiative ankämpfte, hat uns im Oktober 2018 seine reichweitenstarke Facebook-Seite und sein Twitter-Profil übertragen. Beide setzen wir mit einem neuen Namen ein, um über unser Wirken zu informieren.
Vorneweg: Hinter Courage Civil stehen Menschen, keine Maschinen. Aber um beim kriegerischen Bild zu bleiben: Die Feder ist mächtiger als das Schwert. Wir wollen mit Argumenten überzeugen, Lärm machen andere schon genug. Vermutlich wenden sich deshalb viele Leute von der Politik ab.

Bei der Abstimmung über Selbstbestimmungsinitiative vom 25. November 2018 unterstützen wir die breite Allianz, die dagegen angekämpft hat. Wir taten dies vorab mit unserer reichweitenstarken Facebook-Seite und unserem Twitter-Konto.

Welche Schwerpunkte wir im Jahr 2019 legen, entscheidet die Basis. Eine Option, die wir diskutieren werden: ein Engagement gegen das Waffenrecht-Referendum, welches auf eine Kündigung der Schengen-Verträge hinausläuft.

Volksinitiative und Referendum sind grossartige Errungenschaften, die viel zum Erfolgsmodell Schweiz beitragen. Tatsache ist jedoch, dass seit Jahren regelmässig problematische Volksinitiativen lanciert werden, deren Stossrichtungen die Bundesverfassung verletzen. Nicht selten werden sie zudem als Vehikel für politisches Marketing missbraucht. Beides schadet der direkten Demokratie.

Die direkte Demokratie ist Herausforderung und Verantwortung zugleich. Wenn der Aufbau von Courage Civil gut vorankommt, können wir vieles bewirken. Generell aber gilt: Wir machen einen Schritt nach dem anderen.
Ja, zu diesem Schluss sind wir im März 2018 gekommen. Damals fragten wir in einem Newsletter im Nein-zu-No-Billag-Umfeld, ob es ein Bedürfnis für eine solche Bewegung gäbe. Erst aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen entschieden wir uns, Courage Civil aufzubauen. Rechtlich sind wir übrigens ein Verein.
Einzelpersonen, Firmen und NGO, die unsere Ziele teilen, können Mitglied werden. Wir suchen zudem Leute, die mitdenken und aktiv mitarbeiten wollen. Wer keine Zeit hat, kann uns finanziell unterstützen. Ohne Spenden geht es nicht.
Die Beirätinnen und Beiräte kommen aus Neuchâtel und Bellinzona, leben in Kappel am Albis und Utzenstorf, in Basel, Bern und Zürich, in Bubikon und Feldbrunnen, in Schaffhausen und Chur. Anders erklärt: Sie kommen aus Stadt, Agglomeration und Land.

Unser Beirat umfasst drei Generationen, unterschiedliche Berufe und Lebensentwürfe. Der Beirat repräsentiert einen Teil der Gesellschaft in der Schweiz. Wir wollen ihn 2019 noch breiter abstützen. Politikerinnen und Politiker auf eidgenössischer Ebene sind bislang übrigens nicht dabei – bewusst. Das kann sich nach den Wahlen im Herbst 2019 ändern.
Mit Mitgliederbeiträgen und Spenden. Damit lässt sich ein Betrieb im Milizmodus aufrechterhalten. Wollen wir auf die Dauer professioneller arbeiten und eine grössere Wirkung erzielen, wird Courage Civil namhafte Zuwendungen von Philanthropen, Gönnerinnen und Stiftungen brauchen.
Nein, wir betrachten uns als Ergänzung. Von Fall zu Fall möchten wir mit anderen zusammenarbeiten. Deshalb sind in unserem Beirat auch Mitglieder, die bereits bei anderen Organisationen mitwirken, so zum Beispiel bei der Allianz der Zivilgesellschaft, beim Verein «Unser Recht» sowie beim «Club Hélvetique». Mitglieder von weiteren Partnerorganisationen sind willkommen, denn eine gute Vernetzung und Koordination erachten wir als zentral.
Zunächst: Operation Libero ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie eine Bewegung in wenigen Jahren zu einem wirkungsvollen Akteur wurde. Thematisch gibt es Parallelen zu uns. Die aktiven Leute bei Operation Libero sind aber höchstens 30 bis 35 Jahre alt. Bei Courage Civil umfassen sie drei verschiedene Generationen. In Bezug auf die Tonalität werden wir ebenfalls unterscheiden.
Courage Civil ist in allen vier Landessprachen verständlich. «Courage» hat seinen Ursprung im Wort cœur, also Herz. Das passt. Der Name Courage Civil ist ein Glücksfall: Er ist eingängig und hebt hervor, was es braucht – Herz und Mut. Beim «Civil» denkt man vermutlich an Zivilgesellschaft, ein Begriff, der seit Jahren oft verwendet wird.
Wir halten das Links-rechts-Schema für überholt. Unsere Bewegung ist unabhängig. Sie erhebt ihre Stimme, wenn fundamentale Grundwerte der Schweiz verteidigt werden müssen.

Die meisten Beirätinnen und Beiräte haben kein Parteibuch. Ein paar wenige sind Mitglied bei einer politischen Partei, das Spektrum umfasst BDP, CVP, FDP, GLP, Grüne und SP.