Praktikum Campaigning im Kampf gegen die Kündigungsinitiative

Pensum: 80%, vier Monate 

Die Bewegung Courage Civil versteht sich als Stimme der Zivilgesellschaft und kämpft gegen die Begrenzungs- bzw. Kündigungsinitiative, die am 27. September zur Abstimmung kommt. Für das Mitwirken bei dieser Abstimmungskampagne vergibt sie ein Praktikum für die Zeitspanne vom 1. oder 15. Juni bis 30. September 2020.

Ihr Profil:
Ein Abschluss oder Erfahrung in Kommunikation, Social Media, Journalismus oder Campaigning, initiativ, analytisch, gewinnend im Auftreten, diszipliniert, Identifikation mit den Werten von Courage Civil, Flair zum Texten, Kenntnisse der Schweizer Innenpolitik, Affinität zu gesellschaftlichen Herausforderungen, sicherer Umgang mit Compi, Programmen und Apps.

Arbeitsort:
Stadt Bern, 3 Minuten zu Fuss vom Bahnhof entfernt. Schöne Büros, Küche, Dachterrasse. Wir teilen uns eine Etage mit anderen selbständigen Kommunikationsprofis.

Was Sie erwartet:
Sie denken und wirken bei der wichtigsten Volksabstimmung des Jahres mit – und Sie packen mit an: Campaigning ist Knochenarbeit. Dabei arbeiten Sie eng mit Geschäftsführer Mark Balsiger zusammen, der seit vielen Jahren eine eigene kleine Kommunikationsfirma führt. Sie setzt Schwerpunkte bei Krisenkommunikation, Medienarbeit, Kommunikationstraining/Auftrittskompetenz, strategische Beratung und Abstimmungskampagnen.

Ihr Tätigkeitsgebiet:
Mitarbeit bei Konzeption, Umsetzung und Controlling der Abstimmungskampagne, tägliches Monitoring, Medienarbeit, Planen und Erarbeiten von Content für Social Media, stetes Moderieren der Kommentare auf unseren Plattformen (v.a. Facebook-Page), Generieren und Bewirtschaften von Adresslisten, Newsletter, mit Analysetools Statistiken auswerten usw.

Eckpunkte der Anstellung:
80%-Pensum, 2 Wochen Ferien, Lohn: CHF 3000.00 brutto

Ihre Bewerbung:
08/15-Dossiers und solche, die das RAV befriedigen, interessieren uns nicht. Wir suchen diejenige Person, die für diesen Job brennt und alles gibt für ein deutliches Nein am 27. September! Teil Ihrer Bewerbung ist ein Kurzkonzept (eine oder zwei Seiten A4), das folgende Herausforderung angeht: Courage Civil hat eine der reichweitenstärksten Facebook-Pages in der Schweiz und ist auf Twitter «okay» unterwegs. Auf den Kanälen YouTube und Instagram hingegen kommt unsere Bewegung nicht in die Gänge. Wie soll sie das ändern? Sie liefern einen Ansatz – und wie Sie diesen umsetzen würden.

Ihr Dossier umfasst Motivationsschreiben, CV inkl. Foto, Arbeitszeugnisse, Referenzen sowie Ihr Kurzkonzept. Übermitteln Sie uns Ihr komplettes Dossier als ein einziges PDF-Dokument bis am Dienstag, 19. Mai 2020 an: mail@courage-civil.ch

Unsere Ausschreibung zum Herunterladen:

Praktikum Campaigning Ausschreibung (PDF) 

Der neue Termin steht, unser Nein ist unverrückbar

Jetzt ist klar: Die nächsten nationalen Abstimmungen finden am 27. September statt. Das hat der Bundesrat gestern entschieden. Insgesamt kann das Stimmvolk über fünf verschiedene Vorlagen befinden, die Kündigungsinitiative ist auch dabei. Eigentlich hätte sie ja am 17. Mai zur Abstimmung kommen sollen, musste dann aber aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden.

Der Vorstand hat entschieden, dass Courage Civil mit voller Kraft gegen die Kündigungsinitiative kämpfen wird. Das ist die Bewegung ihren Mitgliedern und Supportern schuldig. Bei den anderen Vorlagen wird sie sich nicht engagieren.

Die Ausgangslage am 27. September hat sich zwar verändert, die Initiative bleibt aber eine undurchdacht-populistische Forderung, die der Schweiz enorm schaden würde. Die guten Argumente gegen die Kündigungsinitiative bleiben dieselben – für uns stehen drei im Zentrum:

– Der unbürokratische Zugang zum europäischen Binnenmarkt;

– die Freiheit für 420’000 Schweizerinnen und Schweizer in 27 EU-Ländern wohnen, studieren oder arbeiten zu können;

– es braucht Ersatz für die 1,1 Millionen Babyboomer, die in den nächsten zehn Jahren pensioniert würden.

Die Abstimmung vom 17. Mai ist abgesagt, unsere guten Argumente bleiben


Der eidgenössische Abstimmungstermin
vom 17. Mai wurde abgesagt. Das hat der Bundesrat heute entschieden. Die Absage steht in einem direkten Zusammenhang mit der ausserordentlichen Lage, in der sich die Schweiz seit ein paar Tagen befindet. Der Fokus liegt bei der Bekämpfung der Coronakrise, was die Behörden, das Militär und insbesondere das Pflegepersonal in den Spitäler fordert. Die einschneidenden Massnahmen, die der Bundesrat am Montag erliess, sollen verhindern, dass das Gesundheitssystem kollabiert. Es geht aber auch darum, dass die Wirtschaft nicht in eine tiefe Rezession rutscht.

Am 17. Mai wäre auch die Kündigungsinitiative zur Abstimmung gekommen. Wir von der Bewegung Courage Civil lancierten unsere individuelle Kampagne dagegen bereits am 9. März. Sie ist per sofort sistiert. Wir werden wieder aktiv, sobald der neue Termin fixiert ist. Die guten Argumente gegen die Kündigungsinitiative bleiben dieselben. Für uns stehen drei im Zentrum:

– Der unbürokratische Zugang zum europäischen Binnenmarkt;

– die Freiheit für 420’000 Schweizerinnen und Schweizer in 27 EU-Ländern wohnen, studieren oder arbeiten zu können;

– es braucht Ersatz für die 1,1 Millionen Babyboomer, die in den nächsten zehn Jahren pensioniert würden.

An dieser Stelle danken wir allen, die uns in den letzten Monaten der Vorbereitung ideell und mit Spenden unterstützt haben, herzlich. Das ist nicht selbstverständlich.

Coronavirus: Der einfache Tipp einer ETH-Professorin

Händewaschen, Zuhause bleiben, Abstand halten: Die Anweisungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) sind klar und logisch. Wir von Courage Civil vermitteln Ihnen noch etwas, das Sie tun können:

Die meisten von uns stellen sich eine Infektion vor wie «Fangis»: Wer mit dem Virus in Kontakt kommt, den «hets». So ist es aber nicht. Realistischerweise kommen die allermeisten von uns früher oder später mit Corona in Kontakt. Ob es uns dann «het», kommt aber darauf an, ob sich das Virus erfolgreich einnisten kann. Und das ist keinesfalls sicher.

Nach aktuellem Kenntnisstand geschieht die Infektion primär über Tröpfchen. Ein Infizierter hustet in Ihrer Nähe, Sie atmen ein – schon kann es passiert sein. Aber was geschieht dann? Das Virus gelangt in die Schleimhäute von Nase, Mund und Rachen oder direkt in die Luftröhre. Damit es sich dort vervielfältigen kann, muss es eine Schleimhautzelle befallen können. Das braucht Zeit und gelingt nicht immer.

Unsere Schleimhäute besitzen nämlich wirksame Selbstreinigungsmechanismen. Ihre Wände bestehen aus winzigen Flimmerhärchen, die von einer dünnen Schleimschicht bedeckt sind. Die Härchen bewegen sich und schaffen so den Schleim und die darauf abgelagerten Partikel (z.B. auch Viren) aus unseren Atemwegen. Wird der Schleim zäh, gerät dieses Fliessband ins Stottern. Was können wir also tun?

Tee trinken. Inhalieren. Gurgeln. Alles was hilft, unsere Schleimhäute geschmeidig zu halten, verringert die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Virus einnistet. Wenn wir sagen «Bleiben Sie gesund!», dann meinen wir das genau so. Denn je fitter Ihre Schleimhäute sind, desto schlechter geht es den Viren.

Dazu gehört auch, dass wir unser Atemsystem möglichst wenig mit anderem Stress belasten sollten. Also: Kein Feinstaub, kein Rauchen. Denn darunter leiden Fresszellen in den Lungen – ein weiterer Schutzschild gegen Viren.

Zum Abschluss noch einmal deutlich: Dieses Hausmittel bietet keine Sicherheit und ersetzen Händewaschen, Daheim bleiben und Abstand halten nicht. Aber es kann helfen, die Ansteckungsgefahr zu reduzieren.

Und hier gibt’s den ausführlichen Text von ETH-Professorin Viola Vogel, auf dem unser Tipp beruht.

Bleiben Sie gesund! Halten Sie Ihre Schleimhäute geschmeidig!

Die Abstimmungsvorlage in vier Minuten erklärt

Am 17. Mai stimmt das Schweizer Volk über die Begrenzungs- bzw. #Kündigungsinitiative ab. Die Befürworter wollen die Personenfreizügigkeit in 12 Monaten neu aushandeln lassen. Die Gegner halten das für unmöglich und fürchten, dass das Exportland Schweiz den unbürokratischen Zugang zum EU-Binnenmarkt verliert. Kurz: Der Meinungsbildungsprozess hat eingesetzt. Da kommt das Erklärvideo von #easyvote zum rechten Zeitpunkt. Es war eine Auftragsarbeit der Initiative #starkUNDvernetzt. Das Video ist gut gemacht und dauert vier Minuten:

Aufmerksamkeit gegenüber den Gefährdeten

Seit Tagen geben Medien und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Tipps, wie man sich vor dem Coronavirus schützen kann, und das ist wichtig. Was wenig Beachtung findet, ist der Schutz von anderen Menschen. Wer gesund ist, würde eine Ansteckung mit fast hundertprozentiger Sicherheit überleben – warum also die Hände waschen und in die Armbeuge husten?

Aus Solidarität mit all denjenigen, die ein schwaches Immunsystem haben. Aus Rücksicht auf die Alten und Kranken. Auf Menschen, die gerade eine Chemotherapie machen müssen. Das sind die Gefährdeten! Und denen schulden wir es, aufmerksam zu sein – auch das ist Courage Civil!

Es geht um einen Grundsatzentscheid: Wollen wir den bilateraler Weg weitergehen oder nicht?

Bereits kündigt sich die nächste Volksabstimmung an: Am 17. Mai stimmen wir über die Begrenzungsinitiative ab. Dieses Mal ist die Forderung der SVP klar formuliert: Die Personenfreizügigkeit soll gekündigt werden. Die Schweiz hätte für deren Neuaushandlung mit der EU nur 12 Monate Zeit.

Das Brexit-Drama seit 2016 zeigt uns: ein Jahr würde niemals reichen! Schlimmer noch: Sechs Monate nach der Personenfreizügigkeit würden auch die anderen sechs Abkommen der Bilateralen I automatisch gekündigt. Das ist der Effekt der Guillotine-Klausel. Ein Vergleich mit Grossbritannien: Dieses Land hat rund siebenmal mehr Einwohnerinnen und Einwohner als die Schweiz. Seine Wirtschaftskraft (BIP) ist etwa viermal grösser als dasjenige der Schweiz. Zudem war Grossbritannien seit 1973 Mitglied der EU (bzw. der EG). Wir fragen: Wie soll es die viel kleinere Schweiz schaffen, innerhalb von 12 Monaten einen neuen Vertrag auszuhandeln?

Die Begrenzungsinitiative ist faktisch eine Kündigungsinitiative. Wie Bundesrätin Karin Keller-Sutter heute vor den Medien ausführte, geht es um einen Grundsatzentscheid: «Wollen wir den bilateralen Weg weitergehen oder nicht?» Bei einem Ja am 17. Mai würde der Schweizer Exportwirtschaft die Rechtssicherheit entzogen. Schweizerinnen und Schweizer könnten zudem nicht mehr ohne bürokratische Hürden in EU-Ländern arbeiten, studieren und forschen.

Dieser Preis ist zu hoch. Deshalb bekämpfen wir von der Bewegung Courage Civil die Kündigungsinitiative.

Die Nein-Allianz besteht aus Bundesrat, Parlament, den meisten Parteien sowie Verbänden und Gewerkschaften. Das Ja zur Masseneinwanderungsinitiative vor sechs Jahren hat aber gezeigt, dass das womöglich nicht reicht. Es braucht unbedingt auch das Engagement von zivilgesellschaftlichen Akteuren wie Courage Civil. Sie besitzen eine hohe Glaubwürdigkeit, aber wenig finanzielle Mittel.

Unterstützen Sie deshalb unser Engagement mit einer Spende. Sie wird vollumfänglich in unsere Kampagne fliessen. Die Bewegung Courage Civil ist steuerbefreit, d.h. Spenden an uns können von den Steuern abgezogen werden!

Wer mehr über die Kündigungsinitiative wissen möchte: Hier entsteht unser Dossier dazu. Es ist ein Gebot der Fairness, dass wir dort auch einen Link zum Initiativkomitee gesetzt haben.

Die Nein-Allianz zur Kündigungsinitiative steht

Das neue Jahr nimmt Fahrt auf, der Abstimmungstermin über die Begrenzungs- bzw. Kündigungsinitiative der SVP vom 17. Mai ist auf dem Radar aufgetaucht. Die Allianz, die dagegen ankämpfen wird, ist breit: Bei Bundesrat, Parlament, die meisten Parteien, sowie viele Verbände und Gewerkschaften herrscht Konsens, dass die Kündigung der Personenfreizügigkeit keine Option darstellt. Die Bewegung Courage Civil ist als Vertreterin der Zivilgesellschaft mit dabei.

Die Initiative verlangt, dass der Bundesrat die Personenfreizügigkeit innerhalb eines Jahres mit der EU neu aushandelt. Wird keine Einigung erzielt, müsste die Schweiz die Personenfreizügigkeit innert 30 Tagen kündigen. Damit würde eine unheilvolle Dynamik einsetzen: Die Personenfreizügigkeit ist Teil der bilateralen Verträge, des wichtigsten Vertragspakets zwischen der Schweiz und der EU. Es besteht aus insgesamt sieben Abkommen, die man nicht einzeln, sondern nur alle zusammen künden kann. Insgesamt profitiert die Schweiz von den bilateralen Verträgen.

Wir werden die nächsten Monate bis zum 17. Mai für ein Nein zur Kündigungsinitiative einstehen.

Tue Gutes…


Die Berge sind schneebedeckt, Weihnachten steht vor der Tür, und heute ist der erste Advent. Das ist auch die Zeit der Bitten um eine Spende. Wir von Courage Civil reihen uns ein – aus gutem Grund.

Voraussichtlich am 17. Mai 2020 wird die Schweiz über die Kündigungsinitiative abstimmen. Dieses Mal ist die Forderung der SVP klar formuliert: Die Personenfreizügigkeit soll gekündigt werden. Für die Neuaushandlung hätte die Schweiz 12 Monate lang Zeit. Ziehen wir das Brexit-Drama als Vergleich bei, wird schnell klar: diese Zeitspanne würde nicht reichen. Vielmehr würden die Abkommen der Bilateralen I mit der EU wegfallen. Was für die Schweizer Exportwirtschaft zentral ist, würde fehlen: Rechtssicherheit.

Was bei einem Nein wegfallen würde: Das Recht für Schweizerinnen und Schweizer, ohne bürokratische Hürden in der EU zu arbeiten. Das Recht, vereinfacht Landwirtschaftsprodukte zu importieren und zu exportieren. Das Recht von Schweizer Forschenden, an EU-Programmen mitzumachen.

Dieser Preis ist zu hoch. Deshalb ist Courage Civil gegen die Kündigungsinitiative. An unserer GV im Herbst entschieden die Vereinsmitglieder einstimmig, diese Volksinitiative zu bekämpfen. Die Nein-Allianz ist breit, zivilgesellschaftliche Akteure wie Courage Civil haben eine höhere Glaubwürdigkeit, aber kaum finanzielle Mittel.

Weil viele Menschen in dieser Phase Gutes tun wollen, folglich ein Batzen bereitliegt, und weil die Bewegung Courage Civil ihre Sichtbarkeit erhöhen will, fragen wir höflich: Wer hilft mit, unsere Kampagne ins Rollen zu bringen?

Wichtig: Die Bewegung Courage Civil ist steuerbefreit. Spenden an uns können von den Steuern abgezogen werden!

PC-Konto: 15-173797-1
IBAN: CH19 0900 0000 1517 3797 1
BIC: POFICHBEXXX

Wir danken Ihnen im Voraus herzlich für jede Spende.

Courage Civil bekämpft die Kündigungsinitiative

Die Bewegung Courage Civil nimmt ihr zweites Jahr in Angriff. An der Generalversammlung von gestern Nachmittag haben die Mitglieder beschlossen, im kommenden Jahr den Fokus auf das Bekämpfen der Kündigungsinitiative der SVP zu legen. «Es wäre schön, einmal für etwas einzustehen», meinte ein Votant. Solange aber regelmässig gefährliche Volksinitiativen zur Abstimmung kämen, habe ein Akteur aus der Zivilgesellschaft gar keine andere Wahl, als entschieden dagegen anzutreten. Die Vor- und Nachteile der Personenfreizügigkeit wurden im Plenum diskutiert und gewogen. Das Verdikt war schlieslich einstimmig: Ein Ja zur Kündigungsinitiative würde in eine Sackgasse führen, was sich unser Land nicht leisten kann.

Nach der sogenannten Selbstbestimmungsinitiative und dem Referendum gegen das angepasste Waffenrecht engagiert sich Courage Civil zum dritten Mal in einer Volksabstimmung. Um eine druckvolle Kampagne führen zu können braucht sie viel Geld und zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer.

GV am Samstag, 19. Oktober 2019 in Bern

Zum Vormerken: Die Generalversammlung der Bewegung Courage Civil wird am Samstag, 19. Oktober 2019 in Bern stattfinden. Wo: im Politforum Käfigturm, wo bis dann die Ausstellung «Wozu wählen?» zu sehen ist. Sie beginnt auf 13.45 Uhr und wird bis ca. 16 Uhr dauern. Danach gibt’s einen Apéro light. Wir hoffen darauf, dass viele Mitglieder und Interessierte dabei sein werden.

Courage Civil – Protokoll der MV vom 20191019

Dieses Ja ist das sechste Ja zu den bilateralen Verträgen

Die Bewegung Courage Civil freut sich, dass das Schweizer Stimmvolk heute Ja sagte zum angepassten Waffenrecht. Mit 63.7 Prozent Ja ist das Verdikt deutlich ausgefallen. Damit bleibt unser Land weiterhin Mitglied im Schengen-Verbund, was wichtig ist in Bezug auf Warenverkehr, Sicherheit, Tourismus und Reisefreiheit.

Eine Mehrheit der Stimmberechtigten machte eine nüchterne Güterabwägung und entschied sich zum sechsten Mal innerhalb der letzten 19 Jahre für die bilateralen Verträge mit der Europäischen Union (EU). Die Schweizerinnen und Schweizer hatten beispielsweise im Jahr 2005 mit 54.6 Prozent Ja zu Schengen/Dublin gesagt. Seit 2008 sind diese Abkommen in Kraft und sie haben sich grosso modo bewährt.

Die Bewegung Courage Civil hat sich zum zweiten Mal an einer Volksabstimmung beteiligt. Wie schon 2018 war sie Teil einer breiten Allianz, die beim erfolgreichen Kampf gegen die «Selbstbestimmungsinitiative» die Kampagnen-Aktivitäten absprach und bündelte. Wir konzentrierten uns seit Anfang Jahr auf stetige Informationen über unsere reichweitenstarke Facebook-Seite. Im Weiteren produzierten wir zwei Videoclips.

Die grosse europapolitische Entscheidung für die Schweiz dürfe im nächsten Jahr fallen, wenn die Kündigungsinitiative (auch Begrenzungsinitiative genannt) der SVP zur Abstimmung kommt. Beobachter sprechen von einem «EWR-Jahr reloaded». Für den Vorstand von Courage Civil ist klar: da muss man mitmachen. Entscheiden wird die Basis an ihrer Generalversammlung im Herbst.

Ein Klassiker: «Söll emal cho!»

Sommer 2020. Familie Stocker ist mit dem Auto unterwegs in die Ferien. Sie wollen in die Toskana. Es ist heiss, die Sonne brennt darnieder, ein komischer Vogel hockt auf dem Dach. Die beiden Kinder quengeln, auf Mutters Stirne haben sich Schweissperlen gebildet, Vater Stocker ist angespannt und sauer. Jemand ruft: «Söll emal cho!» Es ist sehr heiss. Stockers stehen im Stau. Seit Stunden.

Respekt gegenüber freien Journalistinnen und Journalisten

Seit Ende letzter Woche wird in der Medienszene der deutschen Schweiz der Fall des freien Journalisten Reto Hunziker diskutiert. Er führte mit dem Astrophysiker und Philosophen Harald Lesch ein Interview, das in der NZZ hätte erscheinen sollen. Die Redaktion machte dann allerdings einen Rückzieher, worauf Hunzikers Odyssee begann, die er in der «Medienwoche» erzählt. Schliesslich fand das Interview doch noch einen Abnehmer: den Verbund der Tamedia-Zeitungen, die es am 2. Februar 2019 publizierten – honorarfrei.

Dieser Fall macht uns betroffen. Freie Journalistinnen und Journalisten leisten trotz tiefen Honoraren gute Arbeit, sie bewirtschaften Themen, die viele Redaktionen nicht abdecken, und sie sorgen mit ihren Stoffen für mehr Farbe bei bekannten Publikationen. Sie arbeiten mit Leidenschaft, weil sie Journalismus als Profession verstehen.

Wir kennen Reto Hunziker nicht persönlich, aber wir haben im Vorstand unserer Bewegung entschieden, selber aktiv zu werden: Ein faires Honorar für dieses Interview wäre gemäss Branchenkennern approx. 1200 Franken. Wir haben ihm heute 400 Franken überwiesen. Den CEO von NZZ und Tamedia machten wir schriftlich den Vorschlag, dieselbe Summe zu überweisen. Diese Briefe gingen am Sonntag per A-Post bei uns raus.

Es geht um eine symbolische Geste, die zugleich signalisieren soll, dass die Medienhäuser den freien Journalistinnen und Journalisten mehr Wertschätzung entgegenbringen. Wir wissen um die einbrechenden Werbeerlöse der Medienbranche. Wir wissen aber auch, dass Tamedia 2017 einen Gewinn von 170 Millionen erwirtschaftet hat, bei der NZZ waren es 28,7 Millionen Franken.

Die Bewegung Courage Civil setzt sich ein für Grundwerte, Rechtssicherheit, eine international gut vernetzte Schweiz und unabhängige Medien.

Der Brief, der an Tamedia und mit einem identischen Wortlaut auch an die NZZ ging:

brief tamedia finale version 20190302 (PDF)

Update vom 30. März:

Die Chefredaktion des «Tages-Anzeiger» hat sich schon nach wenigen Tagen schriftlich bei uns gemeldet. Das Chefredaktions-Gespann Judith Wittwer und Arthur Rutishauser versprach, je 100 Franken an die Freien Berufsjournalistinnen und -Journalisten zu überweisen. Dafür danken wir herzlich. Von der NZZ ist bislang keine Antwort eingegangen.

Bundesrätin Keller-Sutter zum angepassten Waffenrecht: «Niemand wird entwaffnet!»

Bundesrätin Karin Keller-Sutter (FDP) stellte heute vor den Medien klar: «Niemand wird entwaffnet.» Ein Ja zum angepassten Waffenrecht sei für die Schweiz wichtig, weil damit das Schengen-Abkommen direkt verknüpft ist. Die Referendumsabstimmung findet am 19. Mai statt.

Die wichtigsten Argumente des Bundesrats, der Armee und von fedpol in einer kompakten Zusammenfassung:

http://bit.ly/2Id7Vtk

Ein Ja zum angepassten Waffenrecht ist ein Ja zu «Schengen»

Am 19. Mai stimmen wir über das angepasste Waffenrecht ab; es handelt sich um ein Referendum. Direkt verknüpft ist damit die Zukunft des Schengen-Abkommens. Stimmt das Stimmvolk Nein, fallen an den Grenzen die Schlagbäume. Lange Warteschlangen und wären die Folge, was höhere Kosten zur Folge hätte.

Das Video erklärt, was sonst noch auf dem Spiel steht:

 

Was mit Grossbritanniens Brexit passiert, sollte die Schweiz genau beobachten

Gerade aus Schweizer Perspektive ist es wichtig, die weitere Brexit-Entwicklung genau zu beobachten. Grossbritannien läuft die Zeit davon. Kommt es am 29. März zum unkontrollierten Austritt, und dieses Risiko besteht, fallen an den Grenzen zur EU die Schlagbäume.

Die Folge: In Dover und anderswo gäbe es ständig kilometerlange Staus im Schwerverkehr. Die Abfertigung und Zollkontrollen pro Lastwagen dauern, so die Schätzungen, durchschnittlich acht Stunden. Das hätte gravierende Auswirkungen – auf Lieferfristen, Kosten, Arbeitsplätze, die Umwelt usw.

Um Schlagbäume und Zollkontrollen geht es in der Schweiz bei der Volksabstimmung vom 19. Mai. Wird die Anpassung des Waffenrechts abgelehnt, fällt das Schengen-Abkommen. An unseren Grenzen würden sich lange Warteschlangen mit Lastwagen und Menschen bilden.

Zwei zentrale Volksabstimmungen, zweimal auf der richtigen Seite

Bei den beiden wichtigsten Volksabstimmungen des verflossenen Jahres waren wir mit dabei: Zuerst beim wuchtigen Nein zu No Billag vom 4. März – als Keyplayer und damals noch unter dem Namen «Nein zum Sendeschluss». Dann am 25. November beim Nein gegen die «Selbstbestimmungsinitiative» – als kleiner Supporter in der breiten Nein-Allianz.

Einmal 71.6 Prozent Nein, einmal 66.2 Prozent Nein – das sind überdeutliche Resultate. Zum Glück.

Die Volksinitiative ist ein wichtiges Instrument in der Schweizer Demokratie. Wenn aber eine Bieridee bzw. ein Frontalangriff auf den Rechtsstaat zur Abstimmung kommen, muss man resolut dagegenhalten. Das taten wir und das werden wir auch in Zukunft tun, wenn gefährliche Vorlagen aufs Tapet kommen.

Wir sind dankbar, dass viele Leute uns in diesem Jahr unterstützt haben – offline und online. Mit Ideen, persönlichem Engagement, Spenden, Zeit und Kontakten. Nur gemeinsam konnten wir unsere Ziele erreichen. Das ist nicht selbstverständlich und deshalb: ein grosses Merci.

Dankbar sind wir auch, dass die Umbenennung dieser FB-Page in Courage Civil nur zu einer Reklamation und rund 40 «Dislikes» geführt hat (bei mehr als 28’000 «Likes»). Facebook ist ein unsympathischer IT-Gigant, aber dank dieser Page haben wir die Möglichkeit, Zehntausende von Menschen direkt zu erreichen. Diese Power werden wir auch in Zukunft nutzen.

Einen wunderbaren Start im neuen Jahr wünschen wir euch. Und weiterhin viel Courage!

Unser nächstes Ziel: Volksabstimmung zu «Schengen» am 19. Mai 2019

 

Die Gründungsmitglieder unserer Bewegung haben entschieden: Bei der Volksabstimmung über die Waffenrichtlinie vom 19. Mai 2019 wird Courage Civil sich das nächste Mal engagieren. Faktisch geht es bei diesem Referendum um «Schengen». Stimmt das Schweizer Volk der moderaten Anpassung des Waffenrechts nicht zu, fallen an den Grenzen die Schlagbäume. Lange Warteschlagen am Zoll wären die Folge – für Touristinnen, Grenzgänger und den Güterverkehr. Jeden Tag überqueren 1,3 Millionen Menschen und 700’000 Fahrzeuge die Schweizer Grenze.

Das ist nur ein Grund für ein Ja am 19. Mai zum Waffenrecht bzw. zu «Schengen». Die NZZ beleuchtet weitere wirtschaftliche Aspekte dieser Vorlage und kommt zum Schluss, dass «Schengen/Dublin» sich bewährt hat.

Das Nein zur «Selbstbestimmungsinitiative» stärkt die direkte Demokratie

Das Schweizer Volk hat heute die sogenannte Selbstbestimmungsinitiative mit 66.2 Prozent Nein deutlich abgelehnt. Diese Entscheidung stärkt die direkte Demokratie in unserem Land. Auch in Zukunft haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bei strittigen Geschäften das letzte Wort. Bei einem Ja zur Initiative hätte ein unsäglicher Automatismus gegriffen und das Mitspracherecht des Volkes stark beschnitten.

Die Bewegung Courage Civil wirkte in dieser Abstimmungskampagne als Juniorpartner in der breiten Nein-Allianz mit und stellte den anderen Akteuren ihre reichweitenstarke Facebook-Page (28’000 Likes) zur Verfügung.